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Regelfragen |

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Quelle: DFB-Schiedsrichter-Zeitung
1.
Nachdem ein Angreifer den Ball vor das Tor getreten hat, versetzt er aus Verärgerung wegen eines zuvor geführten regelgerechten Zweikampf einem Verteidiger einen Schlag. Der Assistent zeigt das Vergehen sofort mit der Fahne an. Da sich der Ball vor dem Tor befindet, sieht der Schiedsrichter das Fahnenzeichen nicht. Unmittelbar danach wird durch einen Abwehrspielet ein Eigentor erzielt.
Nun sieht der Schiedsrichter das Fahnenzeichen und muß wie entscheiden?
Antwort
Der Schlag des Angreifers erfolgte vor der Torerzielung und wurde vom Assistenten angezeigt; er ist deshalb zu bestrafen. Dass anschließend nicht ein Angreifer, sondern der Verteidiger ein Eigentor erzielte, ist für die Bewertung des Vorganges unerheblich. Das Tor kann nicht anerkannt werden. Der Angreifer muß wegen des Schlages des Feldes verwiesen und das Spiel mit einem direkten Freistoß fortgesetzt werden.
2.
Ein Abwehrspieler wird, in Strafraumhöhe auf der Seitenlinie stehend, in der Nähe des Assistenten behandelt. Bei einem Zuspiel eines Mitspielers steht ein Angreifer etwa zehn Meter in der gegnerischen Spielhälfte und hat nur noch den Torwart vor sich.
Wie muß der Schiedsrichter-Assistent reagieren und der Schiedsrichter entscheiden?
Antwort
Während des laufenden Spiels ist die Behandlung eines Spielers auf dem Spielfeld nicht zulässig. Wenn diese trotzdem erfolgt und der Spieler auf der Seitenlinie und somit im Feld steht, wird dieser Spieler bei der Bewertung einer Abseitsposition als zweiter Abwehrspieler berücksichtigt. Deshalb muß der Assistent auf das Fahnenzeichen verzichten und der Schiedsrichter darf das Spiel nicht unterbrechen.
3.
Während das Spiel läuft, nimmt ein Spieler, der innerhalb des Spielfeldes steht, eine unmittelbar an der Seitenlinie stehende Trinkflasche und wirft sie nach einer Provokation einem Offiziellen in der gegnerischen Technischen Zone heftig gegen den Körper. Nach dem Fahnenzeichen des Assistenten unterbricht der Schiedsrichter deshalb das Spiel.
Wie ist zu entscheiden?
Antwort
Der Spieler trifft mit dem Wurf außerhalb des Spielfeldes einen Offiziellen, somit keinen Gegner. Damit begeht er eine grobe Unsportlichkeit, die mit einem Feldverweis zu ahnden ist. Da der Kontakt außerhalb des Spielfeldes erfolgte und kein Gegner getroffen wurde, ist auf indirekten Freistoß dort, wo der Spieler steht, zu entscheiden.
4.
Nachdem der Torwart den Ball unerlaubt zum zweiten Mal mit den Händen unter Kontrolle gebracht hat, muss zwei Meter vor dem Tor auf indirekten Freistoß entschieden werden. Nach der Spielunterbrechung gibt der Torwart den Ball frei und am Ort der Ballaufnahme führt ein Angreifer sofort den Freistoß aus. Von dort wird der Ball ins Tor geschossen.
Wie ist zu entscheiden?
Antwort
Wenn wegen eines Vergehens innerhalb des Torraumes auf indirekten Freistoß für die angreifende Mannschaft entschieden wurde, muss die Ausführung auf der zur Torlinie parallel verlaufende Torraumlinie zwingend von dem Punkt erfolgen, der dem Tatort am nächsten gelegen ist. Deshalb kann das Tor nicht anerkannt werden. Der Freistoß muß erneut am richtigen Ort ausgeführt werden.
5.
Mit Kenntnis des Schiedsrichters erfolgt außerhalb des Spielfeldes die Behandlung eines Spielers. Wenige Minuten später köpft dieser Spieler vor Überschreiten der Torlinie den Ball ins Aus. Nun bemerkt der Schiedsrichter, dass es sich um den Spieler handelt, der zuvor außerhalb des Spielfeldes behandelt wurde.
Wie ist zu entscheiden, wenn der Spieler ohne Zustimmung des Schiedsrichters unbemerkt das Spielfeld betreten hatte und zuvor bereits verwarnt war?
Ort der Spielfortsetzung?
Antwort
Der Spieler betrat ohne Zustimmung des Schiedsrichters das Spielfeld. Als der Ball nach dem Kopfball über die Torlinie ins Aus geht, stellt der Schiedsrichter diesen Sachverhalt fest. Deshalb ist auf indirekten Freistoß auf der Torraumlinie zu entscheiden. Da der Spieler bereits verwarnt war, ist er mit "Gelb/Rot" das Feldes zu verweisen. "ROT" ist nicht möglich, da das Spielen des Balles mit dem Kopf kein Vergehen nach Regel 12 ist, das mit Feldverweis ui ahnen ist.
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